Künstlerische / Bildhauerische Entwicklung

Schon als Kind entwickelte ich ein Gespür fürs Schnitzen und räumliches Denken. Bereits bevor ich schreiben oder lesen konnte, war ich mit dem Schnitzmesser hervorragend vertraut. Meine Jugend wurde stark von meiner Mutter geprägt, die leidenschaftlich malte und Texte verfasste. Obwohl ich begann, mich mit dem Zeichnen zu beschäftigen und fasziniert davon war, wie schnell man Ergebnisse erzielen konnte, wurde das Malen und Zeichnen nicht meine Leidenschaft.

Entscheidend für meine künstlerische Laufbahn war meine Kunstlehrerin. Als eine von wenigen Lehrern schaffte sie es, mich für ihren Unterricht zu begeistern. Sie erkannte schnell, dass ich ein Talent für dreidimensionales Arbeiten und ein ausgeprägtes Gespür für Gestaltung hatte. Auch bemerkte sie die Faszination, die mich auf einer Kunstreise nach Italien packte.

Als ich in Flensburg an der Werkkunstschule ankam, fand ich schnell Gefallen an der Kombination von Handwerk und Gestaltung. Allerdings fehlte mir oft die tiefere Betrachtung bei figürlichen Arbeiten. Meine Gesellenprüfung absolvierte ich 2017 mit dem Schwerpunkt Figur.

In den ersten Jahren nach meiner Lehre beschäftigte ich mich zunächst mit rein technischen, bildhauerischen Arbeiten aus dem traditionellen Spektrum sowie dem Restaurationshandwerk. Meine eigentliche Leidenschaft, die figürlichen Arbeiten, vernachlässigte ich, was mutmaßlich ausschlaggebend für meinen Umbruch im Jahr 2021 war.

Im Zuge dieses Umbruchs entstanden diverse figürliche Arbeiten, mit denen ich versuchte, meine Gefühlswelt zu beschreiben. Sie zeugen von Ungerechtigkeit, Angst, Verzweiflung und Einsamkeit. Im weiteren Verlauf meines Umbruchs versuchte ich auch positive Gefühle darzustellen, wie zum Beispiel in meiner Darstellung eines kleinen tanzenden Mädchens.

Neben meiner handwerklichen Arbeit habe ich immer viel mit Kindern gearbeitet. Dieser Einfluss und meine Faszination für die Art und Weise, wie Kinder die Welt sehen, spiegeln sich in den meisten meiner Arbeiten wider. Darüber hinaus hat mich der Einfluss meines jüngeren Bruders wesentlich geprägt.